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Die Route - Alpe Adria Trail

Auch heuer würd´s mich wieder enorm freuen, wenn Sie auf meinen Kanälen (instagram, facebook oder meinem Blog) vorbeischauen. All diese Kanäle werden täglich mit Inhalten bespielt, die Botschaften beinhalten, sodass Ihre Augen vor Freude schwitzen und Ihre Bauchmuskeln trainiert werden. - Was ich damit bezwecken will? Dass Sie keine Lachyoga- Stunde aufsuchen oder gar einen sonntäglichen Kirchenbesuch anvisieren müssen bzw. dass Sie v.a. nicht diese Strapazen auf sich nehmen müssen vom Gletscher Richtung Meer zu gehen.

· Alpe Adria Trail

Falls Sie mir Ihr Herz ausschütten wollen, falls Sie eine berührende Geschichte zu erzählen haben, die eine größere Community unbedingt hören soll, falls Sie mir einen Schlafplatz anbieten wollen, falls Sie ein Unternehmen haben oder einen Verein gegründet haben, die der Menschheit dienen und Herzensbildung praktizieren, falls Sie eine Kärntner Spezialität mir an mein Herz oder besser gesagt an meinen Darm legen wollen, dann bitte, bitte, bitte... nehmen Sie doch telepathisch mit mir Kontakt auf, schicken Sie mir einen Brief mit Ihrer Taube zu oder schreiben Sie mir doch einfach per Mail! Ich danke Ihnen!

Im Ernst,

Ernst

10. Juni - Etappe 1

Kaiser- Franz- Josefs- Höhe

Heiligenblut

Obwohl ich insgeheim voller Freude bin, dass es wieder losgegangen ist und von der Wucht des Gletschers immer noch überwältigt bin, bin ich auch schockiert und sprachlos über die Tatsache wie schnell sich der Gletscher die letzten Jahre zurückgezogen hat. Ich könnte Euch dieselben Meterangaben niederschreiben, wie gravierend das Ausmaß augenscheinlich ist, doch das sind nur Zahlen, die wir Tag für Tag in Medien lesen und auch mich nicht mehr berührt haben. Deswegen lege ich Euch wärmstens ans Herz zumindest zur Franz Josefs Höhe zu pilgern oder noch besser zum Fuße des Gletschers zu gehen und das mal auf sich wirken lassen. Das lässt garantiert keine Menschenseele kalt. Und wenn Sie schon dort sind, dann könnten Sie doch auch gleich den Alpe Adria Trail in friedlichen Angriff nehmen?! - Nicht? - Ok, alles der Reihe nach - vielleicht mach ich Ihnen ja einen Gusto!?

Abgesehen davon war der heutige Tag ein prachtvoller Tag, nicht nur für mich, sondern auch für all die Väter da draußen. Nein, nicht nur weil Vatertag ist! - Nein, weil der Österreicher Dominic Thiem gegen Rafael Nadal um den Titel eines der prestigeträchtigsten Tennisturniere der Welt gespielt hat und weil Marko Arnautovic, David Alaba und Co. gegen die Brasilianer gespielt haben…wobei…sowohl Thiem, als auch das Team haben leider verloren - insofern war der Vatertag vielleicht doch nicht sooo das Highlight für die armen Väter?!

Hier - im Nationalpark Hohe Tauern - interessiert‘s keinen Adler, ob jemand gewinnt oder verliert. Hier werden maximal Pläne am Ameisenfestival geschmiedet wie Ameise Frederick und Ameise Valentin das Kieferästchen gemeinsam zum Ameisenhaufen transportieren können. Hier tanzen Bienen und Hummeln noch Wiener Walzer im intakten Blumenmeer.

Kommen wir zu den Aspekten, die für die Bergfexinnen und Bergfexe unter uns von Relevanz sind :

Die Etappe von der Franz Josefs Höhe hat eigentlich läppische 13,1 km, aber aus diesen Metern wurden 18,5 Kilometer (27. 584 Schritte), weil ich unbedingt den Gletscher von links, von rechts, von oben, von unten, mit Spiegelung, ohne Spiegelung, etc. fotografieren wollte. Nicht zwingend zur Freude meiner Oberschenkel und Lunge, weil ich dieses Frühjahr von einer brachialen, bronchialen Allergie eingeschränkt wurde. Wenig bis gar kein Yoga, geschweige denn Ausdauersport waren die Folge. Statt 100% waren es auf einmal nur mehr 65% Lungenleistung, aber keine Angst liebe Freunde der Volksmusik, jetzt kann ich wieder durchatmen und komm schön langsam wieder zu meiner alten Lungenflügerl- Leistung.

So… soweit von mir und meinem ersten Tag! Ich gönne mir jetzt noch einen Saunaaufguss, ein Abendessen in der Nationalpark Lodge und dann ab in die Heia.

Schlaft´s auch gut,

Ernst

11. Juni - Etappe 2

Heiligenblut

Döllach

Nach einem wirklich, wirklich feinen Aufenthalt bei der lieben Family der Nationalpark Lodge zitiere ich heute Morgen unseren lieben Kaiser Franz Joseph I. von Österreich: „ Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut.“ Woraufhin die Pichler´s im Chor Freddy Quinn´s Lied „Junge, komm bald wieder“ anstimmen. - Nein, das ist natürlich geflunkert. Einzig, dass ich mich herzlich bedankt hab´ für diesen angenehmen Aufenthalt, das herzliche Service und nicht zu vergessen: den gemütlichen Wellnessbereich. Liebe Pichler´s, liebe HeiligenbluterInnen, lieber Glockner, liebe Steinböcke und Wasserfälle "I kimm´boid wieder. - Versprochen!"

Heute ging´s weiter Richtung Döllach. Wobei eigentlich müsste ich schreiben: Heute ging´s „kürzer“ Richtung Döllach, weil soooo weit war diese Etappe eigentlich gar nicht. - However! Für den Alpe Adria Trail hab ich mir vorgenommen, dass ich nicht bis zu 65 Kilometer Tages- Touren (siehe Zu Fuß von Casablanca nach Marrakesch) auf mich nehme, sondern ganz gemütlich bummle. (Beim Wort „bummeln“ muss ich immer an meinen Großonkel Fred denken, der am Papier Psychologe, aber/und sich selbst als Seelenbummler betitelt). Das Schöne am Bummeln ist, dass ich mir da bewusst Zeit nehme und dann GEHdanken zum Vorschein kommen, die in Wien am Weg zum nächsten Termin ab und an auf der Strecke bleiben…

Apropos Strecke. Die Strecke von Heiligenblut nach Döllach ist landschaftlich ein absoluter Leckerbissen und diese Bissen koste ich aus, indem ich mich immer wieder umdrehe, um dem Großglockner nicht meinen Allerwertesten zuzudrehen, sondern um ihm meine Aufmerksamkeit zu schenken, die er sich absolut verdient hat, dann sind da noch die urigen Bauernhöfe, Scheunen, die weltbekannten (weltbekannt in dieser Region zumindest) Apriacher Stöckmühlen und nicht zu vergessen der gigantische Wasserfall an der anderen Flanke des Trails - der „Jungfernsprung“.

Ja, liebe Leute in die Berg' bin I gern, und da g'freit si mei G'müat, wo die Almreserl wachsen und der Enzian blüaht!

Gehabt euch wohl,

Euer Ernst

PS.: Heute Abend bin ich im gemütlichen Gastgarten des Dorfwirten gesessen, habe mein Essen bestellt und anschließend die Salzburger Nachrichten zur Hand genommen. Während ich die Headline „Kim landet in Singapur und bringt Essen mit“ lese, nähert sich ein gebrechlicher Mann mit selbstgeschnitztem, gebogenem Wanderstock, begrüßt mich und fragt mit der Lautstärke eines offensichtlich Schwerhörigen: „San Sie a Diplomingenieur?“

Ich schmunzle und entgegne ihm mit ähnlicher Lautstärke: „Nein! Sind Sie einer? Wollen Sie sich vielleicht zu mir setzen, Her Diplomingenieur?“

Seine Mundwinkel ziehen zuerst links und dann rechts nach oben, er legt seinen Wanderstock am Nebentisch ab, setzt sich rechts von mir zu Tisch und beginnt mit mir zu reden – leider Gottes verstehe ich nur einzelne Wortfetzen. Zum Beispiel „1951, Heiligenblut und Lawine, „Menschen verschüttet worden“, „letztes Johr sovü Schnee wie scho laung ned“ oder „In Wien habt´s es kane so hochn Berg, goi?!“

Später hat mir der freundliche Besitzer des „Dorfwirten“ verraten, dass ich soeben auf eine Legende der Region getroffen bin. Er und seine 13 Geschwister haben es nämlich in das Guinness-Buch der Rekorde geschafft, als die „weltweit älteste Familie“. Die Familie Zlöbl aus Großkirchheim wurde am 21. Juni 2016 1.000 Jahre alt. Dies wurde natürlich dementsprechend gebührend am selben Tage im Nationalparkhaus gefeiert – Blasmusik und Bürgermeister inklusive.

UND 1951 BZW. HEILIGENBLUT? 1950 und 1951 war der gesamte Alpenraum von zahlreichen Katastrophen betroffen. Nach starken Neuschneefällen (bis zu 130 cm) kam es am 21. Jänner 1951 um 4:20 Uhr zum Abbruch einer Lawine aus dem Gebiet der „Weißen Wand" auf Heiligenblut. Es gerieten ca. 100.000 m³ Schnee in Bewegung und stürzten – den Waldgürtel bei der Großglockner Hochalpenstraße durchschlagend – bis in den Talboden. Die Lawine zerstörte mit ihrem östlichen Arm ein Anwesen, wobei sechs Tote zu beklagen waren. Weitere sechs Personen fanden in der Ortschaft Heiligenblut den Tod, wo verheerende Schäden an 36 Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, Straßen und Versorgungsanlagen verursacht wurden.

Ich bin von dieser edlen Jausndosn, dem Holzbrettl und der Trinkflasche begeistert, weil diese nicht nur fesche Produkte der Firma Loacker (made in Bregenzerwald) sind, sondern v.a. den Plastikflaschen und den Plastiksackerln diesen Landes den Kampf ansagen. Deswegen ist es mir auch eine Freude mit dieser Firma zusammenzuarbeiten.

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12. Juni - Etappe 3

Döllach

Marterle

16:07 Uhr. Bett.

Während ich eingehüllt in einer flauschigen Wolldecke in die Tasten tippe, gewittert´s und regnet´s draußen in Strömen. - Herrlich! Kräftige Regentropfen knallen gegen die Fensterscheiben und immer wieder blitzt´s und donnert´s als würden Herbert Kickl´s (Innenminister/Unsicherheitsminister Österreichs) Eurofighter vorbeidonnern. - Zum Glück ist es kein Eurofighter, sondern Muttererde, die ein bissl Dampf ablässt.

Der Fußmarsch von Döllach nach Materle ist abwechslungsreich und hat´s in sich. Zu Beginn geht man noch am gemütlichen Radweg entlang des Flusses, der von Lupinen geschmückt wird. Ab Mörtschach wandert man entlang der Forstwege kontinuierlich bergauf, doch links und rechts befinden sich jahrzentealte Hütten, die den Schmerz der übersäuerten Oberschenkel vergessen lassen. Im Rücken stets der Glockner und vor der Nase die Dolomiten - das lässt das Wanderherz höher schlagen. Und auch meine Pilgerherzkammer hat gegen Ende der heutigen Etappe immer kräftiger gepocht. In Marterle befindet sich nämlich die höchstgelegene Wallfahrtskirche Österreichs. Grund genug diese nicht nur etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, sondern auch um Mal Buddha, Allah, Gott, den Eltern, Freunden und Co. in Form einer Andacht Danke zu sagen, dass ich dieses Abenteuer erleben darf. Ach ja, und die liebe Erika, die Besitzerin des Alpengasthauses Marterle, werde ich auch miteinbeziehen. Sie ist eine wahre Perle. Eine Alpenperle. Nach 18,4 km bzw. 1159 hm am heutigen Weitwander- Radar bin ich dezent verschwitzt und wegen des Regens durchnässt angekommen, hab mich gleich unter die Dusche „g´schmissen“, drei Tassen Grüntee getrunken und mir ein Powernap - korrigiere: ein Mittagsschlaferl (immer diese Anglizismen) - im urigen Zimmer mit Traumpanorama gegönnt.

Nun ist´s 16:43 Uhr. Zeit das Macbook zuzuklappen!

Bis Morgen,

Euer Ernst

PS.: In Mörtschach/oberes Mölltal wurde ich durch das Privatmuseum (siehe Foto oben) von Anselm Fleißner geführt. Dieses dreistöckige Privatmuseum ist das Bauernhaus (1799 errichtet) seiner Kindheit. - Wenn Sie schon in der Nähe sind, dann sollten Sie unbedingt auf einen Sprung vorbeischauen - Kategorie „sehenswert“.

13. Juni - Etappe 4

Marterle

Stall

6.50 Uhr aufstehen, Aussicht genießen (siehe Foto), frühstücken, meine Siebensachen zusammenpacken, wandern, ankommen, duschen, Mittagsschlaferl gönnen, aufwachen, Tee zubereiten, Tee genüßlich schlürfen und dann in die Tasten tippen. Ja, und bei Letzterem bin ich gerade angelangt: Stellt sich nur die Frage, was denn heute so passiert ist? - Hm?! Lassen Sie mich kurz überlegen…

Heut´Morgen habe ich zwei Kornspitzweckerl mit Butter und Marmelade verdrückt und mich mit einer „selbsternannten Aussteigerin“ unterhalten, die berichtet hat, dass sie, aber auch ihr Mann, keine Sekunde bereuen sich damals gegen gut bezahlte Jobs entschieden zu haben, sie heute stattdessen Keramik-Workshops anbietet und er Bioresonanztherapien. Beide erfolgreich. Beide glücklich und strahlend gesund, das in vergangenen Tagen nicht der Fall war.

Die letzten Tage hat sich´s noch nicht ergeben, dass ich mit jemanden des Weges gehe, aber in den Unterkünften stoße ich stets auf die selbe Clique. Allesamt aus Deutschland: Ein Ingenieur & seine „Hühnerflüsterin“ (40 Zwerghühner haben die beiden z´haus), eine erfahrene Jakobsweg- Geherin & Ihr Mann arbeitet bei der Deutschen Bahn bzw., wie er es ausrücken würde: "Ich bin für die Zugverspätungen verantwortlich!" Und die zwei Ösis: die liebe Aussteigerin & ich. So viel sei verraten: Ich reiß den Altersdurchschnitt schon ziemlich nach unten. 😅

Der heutige Weg führt über romantische Almen, wo´s schon mal vorkommen kann, dass die eine oder andere Kuh einem den Weg versperrt. Aber die lieben Kärntner Kühe waren Allah sei Dank kooperationsbereit, haben mir stets rasch Platz gemacht und mich sogar ein Stückerl begleitet. Nachdem es etwas intensiver zu regnen begonnen hat, bin ich auf mystische Wälder gestoßen, wo ich wegen den Brätlingen, Parasolpilzen und Co. an meinen begeisterten Schwammerljäger, Ex-Finanzminister und immer noch Vater denken musste. Ihr müsst´s wissen, dass es im Hause Merkinger zur Pilz- Zeit (Juli- Oktober) primär - RICHTIG - Pilze gibt. Aber viel amüsanter ist´s, wenn man mit meinem Daddy zu seinen TOP- SECRET Schwammerlsuch- Plätzen fährt, weil bereits beim Hinfahren muss man als Beifahrer links und rechts Ausschau halten, ob eh nicht rechts oder links am Straßenrand ein Parasol oder gar ein Steinpilz sein könnte. So. Wenn sich dann auch noch ein Eindringling früher als der Boss, mein Vater, himself auf die Suche nach Pilzen gemacht hat, dann, ja spätestens dann gab´s und gibt´s immer noch kein Halten mehr. Spätestens dann läuft mein Papa wie eine Gazelle durch die Wälder und versucht selbstverständlich keine Spuren zu hinterlassen - er ist eben kein Anfänger, sondern ein absoluter Vollprofi auf diesem Gebiet. Pffff, wer reinigt Pilze schon vor Ort? Also mein Papa sicher nicht. Es könnte ja der Nächste sich dieses TOP- Secret Platzerl merken und das nächste Mal wieder aufkreuzen. Nein, beim Pilzsuchen hört sich der Ur-Christliche Grundgedanke auf. „Beim PilzeSUCHEN“ habe ich geschrieben, meine sehr verehrten Damen und Herren! „Beim Pilze-in-der-Ortschaft-Teilen" sieht die Sache dann wieder anders aus - hier kommt der großzügige Daddy zum Vorschein, der der Familie, Freunden und Bekannten Delikatessen schenkt.

So! Genug aus dem Nähkästchen geplaudert. Es wird nämlich gemunkelt, dass auch ein paar StudentInnen von meinem Vater diesen Blog lesen, insofern sollte ich wieder diskreter werden, obwohl´s noch so viel zu erzählen gäbe aus meinen amüsanten Kindheitstagen, aber vielleicht ja ein andermal…

Bis dahin eine feine Zeit! Ich werde jetzt Mal die Lage in Stall abchecken…

Alles Liebe,

Ernst

14. Juni - Etappe 5

Stall

Flattach

Heute und morgen habe ich die große Ehre und Freude von Rowin Höfer begleitet zu werden, der mit seinem Cousin Marvin um die Welt gegangen ist - naja, nicht ganz. Rowin hat sich in Laos in Aen verliebt, die ihn nicht mehr losgelassen hat und er heute seine Frau nennen darf.

Neben dem Weltenwanderer Gregor Sieböck war Rowin definitiv auch einer der Inspirationsquellen, dass ich letztes Jahr von Wien aufgebrochen bin, um nach Marrakesch zu gehen. Ich kann mich noch heute sehr gut an seinen ersten Vortrag im Dancing Shiva erinnern, der sage und schreibe 4 h lang gedauert hat, aber jede/r Einzelne im Raum hat gelauscht, gestaunt und war fasziniert von den Bildern und seiner Eloquenz. Hier der Trailer seines Multimedia Vortrags:

Wie man anhand der Beiträge unschwer erkennen kann, hat Rowin´s rechter Zeigefinger schon das eine oder andere Mal den Auslöser einer Filmkamera gedrückt - eine umso größere Freude, dass er dann auch noch ein kurzes Film- Porträt über mich kreieren wird. Merci nochmals an dieser Stelle an dich lieber Rowin, der gerade an meiner linken Seite im Doppelzimmer der Pension Striednig kurz vorm Einschlafen ist. Nehmt euch die Zeit und schaut´s auf seine inspirierende Seite vonwegen.at oder noch besser kauft´s sein Buch „Zu Fuß durch die Welt, auf der Suche nach dem was zählt“.

So, es ist 23:58 und ich bin nach 29,6 Kilometer, 1186 hm bzw. 375 Stockwerke (das würde umgerechnet bedeuten den DC Tower 6 Mal raufzulaufen), Kaiserwetter, einer herrlichen „Almhütten- Jausn“ bei der Goldberghütte zufrieden, aber auch hundemüde. Es wird Zeit das Licht abzudrehen und das zu tun, das ich nach einer solch wunderschönen, anstrengenden Tour am liebsten tue. - Richtig! S-C-H-L-A-F-E-N!

Gute Nacht,

Ernst

15. Juni - Etappe 6

Flattach

Mallnitz

Um 18.00 Uhr habe ich in Mallnitz im Hotel Bergkristall eingecheckt und beim Einchecken habe ich mir gedacht, dass mir die freundliche Dame mit Tiroler Dialekt bei der Rezeption bekannt vorkommt, aber leider sind meine Synapsen bei Gesichtserkennungen/ -erinnerungen nicht annähernd so gut wie Google itself. Später stellte sich nach einem sympathischen Gespräch heraus, dass es sich um die Hotelbesitzerin und Ex-Skirennläuferin der Schröcksnadel Garde dreht. Die Rede ist von Regina Sterz. Am 19.März 2015 gab Regina ihren Rücktritt im ÖSV bekannt, wurde einen Tag nach meinem Geburtstag, also am 1. Jänner 2016, Mama und geht heute mit ihrem Mann ihrer neuentdeckten Leidenschaft nach. Ihre Ausstrahlung und ihr Gemüt, wie man sie von den Interviews kennt, lassen dies zumindest vermuten.

Wie bereits verraten, bin ich heute mit Rowin in Mallnitz angekommen. Der Liebe wird mich nach zwei feinen Drehtagen und anregenden Gesprächen wieder alleine lassen, weil ihn sein nächster Dreh in Tirol erwartet. Spannend war für uns zu beobachten, wie wir vier Charaktere (Gregor Sieböck, Rowin, Marvin und ich) das Weitwandern handhaben und wie unterschiedlich wir sind. Doch trotz Verschiedenheiten verbinden uns drei Aspekte: die Liebe zum Gehen, die Liebe in der Natur zu sein und der eiserne Wille das zu tun, das man liebt, ganz nach dem Motto von Thomas von Aquin: „Liebe und tu, was du willst!“

Die teuren Vitamin D-Tabletten, die ich noch in Wien extra vor Anreise nach Kärnten besorgt habe, haben sich als überflüssig erwiesen. Aber nachdem mir ein gewisser Petzner S. erklärt hat, dass im Süden Österreichs die Sonne seit Oktober 2008 nicht mehr aufgegangen ist, wollte ich dies so medikamentös kompensieren. Wie auch immer - der Höhepunkt für das Augerl und Wanderherz des heutigen Tages ist der kitschige Ausblick vom "Himmelbauern" (Gasthaus) Richtung Tal.

So und jetzt heißt´s: „Hoch die Hände! Wochenende!“ - Für euch vielleicht?! Für mich nicht - ich habe morgen die Freude für das Bergwelten Magazin ein sogenanntes Instagram Takeover zu machen bzw. geht auch mein nächster Streich online - genauer gesagt der 2. Bergwelten Beitrag „Die Geschichten sind des Weitwanderers Lust“.

16. Juni - Etappe 7

Mallnitz

Obervellach

Ich muss gestehen, dass mir bis zu meiner Vorbereitungszeit die Ortschaft "Mallnitz" kein Begriff war und nun kann ich garantieren, dass ich hier sicher nicht das letzte Mal gewesen bin. Zu Beginn habe ich noch über die Formulierung des Kärntner Tourismusverbands schmunzeln müssen, weil sie geschrieben haben, dass Mallnitz die Perle des Nationalparks Hohe Tauern sei. - Durchaus selbstbewusst. Doch nun kann ich diese Behauptung bestätigen. Das intakte Ökosystem ist die Besonderheit dieser Region - hier darf ein umgefallener Baum noch ein umgefallener Baum sein, hier laufen Kühe frei rum, sodass man glauben könnte, dass es sich hier mehr um einen Kuhort, als um einen heilklimatischen Kurort handelt. Genau wegen dieser Unberührtheit habe ich mich, als alter Wander- Streber, spontan umentschieden und nicht nur den Stappitzer See umrundet, sondern auch bis zur Schußnerhütte gegangen. Als krönenden Abschluss gab´s dann auch noch eine wundervolle Bergab-Wanderung durch die Rabischschlucht und die noch schönere Groppensteinschlucht.

Mittlerweile sitze ich auf der Terrasse des Hotel Pacher, habe einen Zander mit Kartoffeln bestellt und dieser Pracht-Kerl sollte die nächsten Minuten mir serviert werden, insofern klappe ich mein MacBook lieber dann mal zu und wünsche euch einen feinen Samstagabend - wir wollen ja nicht, dass meine Mahlzeit kalt wird. Oder? Eben! So. Feierabend für heute!

Auf ein Wiedersein,

Ernst

17. Juni - Etappe 8

Obervellach

Danielsberg

Und wieder sitze ich mit einer Tasse Tee nach einem herrlichen Mittagsschlaferl auf der Terrasse des Herkuleshofs am Danielsberg und tippe in die Tasten meines MacBooks. Apropos Mittagsschlaferl und Herkules, wussten Sie, dass der Schlafforscher von Christiano Ronaldo dem Maestro himself 90 Minuten Schlaf fünfmal am Tag verschrieben hat?! Und dies alles in Embryohaltung. - Kein Scherz!

Weiters empfiehlt er:

„Tagsüber unbedingt Pausen von elektronischen Geräten einhalten. Smartphone am besten erst nach dem Frühstück einschalten und nicht sofort nach dem Aufwachen. "Download" gegen Ende des Tages: Indem man Gedanken ordnet und aufschreibt, muss man im Bett nicht mehr darüber nachdenken. Feste Rituale vor dem Einschlafen sind wichtig, etwa leichtes Yoga und Atemübungen.“

Mehr auf Kurier.at

Die Etappe von Obervellach rauf am Danielsberg war gemütlich - 13,7km, 20.306 Schritte und 841 Höhenmeter. Aber heute ist ja auch Sonntag - Tag des Herrn, insofern kann man´s da schon mal gemächlicher angehen.

Am Weg sind mir folgende amüsante und liebevolle Geschichten passiert:

Wie ich einen älteren Herrn in der Nähe der Falkenstein Burg beim Hollerblüten pflücken sehe, frage ich ihn keck: „Machen Sie sich einen Hollerblütensaft? Ham´s was bei Ihrer Frau guat z´machn? Oder gar beides?!“

Er lacht und antwortet: „Beides nicht! - Meine Frau und ich gönnen uns heute gebackene Holunderblüten.“

Gebackene Holunderblüten - Zubereitung für 4 Portionen

Für gebackene Holunderblüten zunächst einen flüssigen Backteig aus Mehl, Zucker, Salz, Öl, Milch und Eiern zubereiten. Danach die Holunderblüten mehrmals kurz durch lauwarmes Wasser ziehen (nicht einweichen!) und abtropfen lassen, bis sie völlig trocken sind. Den Holler dann bei den Blüten beginnend bis hinauf an den Stengel durch den Backteig ziehen und in heißem Schmalz goldbraun ausbacken.

  •         150 g Mehl
  •         1 EL Zucker (gestrichen)
  •         1 Prise Salz
  •         1 EL Pflanzenöl
  •         125 ml Milch
  •         2 Eier
  •         8 Holunderblüten (kleinere noch nicht ganz abgeblühte, mit Stengel)
  •         500 g Schweineschmalz
  •         2 EL Staubzucker (gesiebt)
  •         1 Msp. Zimt

Zur Mittagszeit bin ich in einer Siedlung von Gappen gehe ich bei einer großen Family- Grillerei am Zaun vorbei, nachdem mich die Anwesenden mit ihren Blicken entgeistert verfolgen, entgegne ich ihnen ein herzliches: „Moihzeit die Herrschaften!“ Woraufhin der Jüngste mit einem Würstel in seiner fettigen Hand nachläuft und mir einen Snack am Weg mitgibt.

Mitten im Mölltal erhebt sich ein Berg, der nicht zu übersehen ist. Der Danielsberg. Der Danielsberg wurde wegen seines harten Gesteins von den eiszeitlichen Gletschern nicht geschliffen. Er gehört zu den ältesten Kultstätten Kärntens. Dann war da auch noch die Römerzeit, in der ein Tempel nicht von Christiano Ronaldo, sondern von Herkules geweiht wurde. Doch davon wird mir der Hausherr Hannes des Herkuleshofs noch mehr und genaueres erzählen können.

18. Juni - Etappe 9

Danielsberg

Hühnersberg

Der heutige Tag ist ein trauriger. Ist´s doch mein letzter in den Hohen Tauern. Lieber Nationalpark, liebe Hüterinnen und Hüter dieses Reviers passt´s mir auf dieses Juwel gut auf! Ein Waldrapp, der sich relaxt von einem Meter Entfernung von mir fotografieren hat lassen, wollte sich als Vertreter dieser Region vermutlich bei mir verabschieden, aber seht im Foto am besten selbst.

Nach 19,7 Kilometer, 659 hm runter und 744hm rauf bin ich beim Gasthof Kolmwirt am Hühnersberg gelandet. Hier hab ich eine Traumaussicht auf den Millstättersee, der´s ja letzte Woche, wie sie wissen, nicht wegen eines "Tsunamis", wie in der Überschrift des Videos geschrieben steht, sondern wegen eines Wolkenbruchs ein Millionen Publikum erreicht hat.

So! Es ist Zeit für ein… dreimal dürfen Sie raten - Richtig! - …ein Mittagsschlaferl und dann gibt´s wieder einen - RICHTIG - Tee! Sie kennen mich ja wirklich schon ziemlich gut.

In diesem Sinne: GuTEE Nacht!

Ernst

19. Juni - Etappe 10

Hühnersberg

Gmünd

Kolmwirt. Gestern abends, meine Lieben, hab´ ich weinen müssen - vor lachen. Meine deutschen Wanderfreunde und ich haben kuriose Kindergeschichten aufleben lassen, sodass meine Tränendrüse einiges zu tun hatte. Dieses Gefühl gemeinsam etwas zu schaffen, wie´s bei uns ist von A nach B zu gehen, verbindet und lässt einem schon mal peinliche, berührende oder schreckliche Anekdoten erzählen, die man normalerweise nicht so schnell preisgeben würde.

Am Weg nach Gmünd hab´ ich mir eine Frau angelacht...

Apropos Anekdoten - heute Morgen habe ich mich mit einem Mitarbeiter der Firma „Brandschutz Rainer“ unterhalten, der mit seinem Firmen-Wagen halt gemacht und folgendes gefragt hat: „Wüst mit mir mitfoahn?“

Ich: „Das war schon eine bewusste Entscheidung, dass ich hier zu Fuß unterwegs bin. Ich geh´den Alpe Adria Trail - wüst du vielleicht mit mir mitgeh´?“

Wir lachen beide laut auf. Er fährt seinen und ich gehe meinen Weg Richtung Künstlerstadt Gmünd. Pünktlich zum Mittagessen komme ich nach einer "Baby- Etappe" (10,9 Kilometer) bei meiner Unterkunft, dem Gasthaus Kohlmayr, an. Und wenn ich schon in einer Künstlerstadt bin, dann darf ich mir als kunstinteressiertes Wesen und Freund des Staunens die Möglichkeit nicht nehmen lassen eine Ausstellung in der Stadtturmgallerie von Henri Matisse, das Haus des Staunens und Markus Hofers Galerie zu besuchen.

Gestaunt habe ich übrigens auch, nachdem ich folgende liebevolle Nachricht heute gelesen habe:

Hallo Ernst,

in den letzten 20 Minuten habe ich qualvoll erfahren, was es heißt einen guten Email-Anfang zu finden. Darum gebe ich das ganze auf und schreibe einfach drauf los, denn eigentlich ist mein Anliegen ja auch ganz leicht:

Ich wollte dir nur mal sagen, dass ich das, was du machst echt gut finde. Das klingt so plump und schlicht gesagt, aber ich meine nicht einfach nur, dass du pilgerst und darüber Blogeinträge schreibst. Ich finde dein ganzes Anliegen inspirierend, das zu machen, was dir gefällt und worauf du Lust hast.

Ich selber studiere Philosophie und habe genau mit diesem Konflikt, das zu tun was man will oder was andere erwarten, oft zu kämpfen. Umso schöner ist es von Menschen zu erfahren, die scheinbar diesen Konflikt gewonnen haben und nun in ihrer Entscheidung aufgehen. So etwas kann enorm bekräftigend sein und Mut geben. Vielleicht gibt es heutzutage immer mehr solcher Menschen, die sich für alternative Lebensläufe entscheiden, deswegen muss ich natürlich auch erwähnen, dass gerade wie du das machst, ich besonders cool finde.

Einfach los zu laufen, egal ob bis Marrakesch oder durch die Alpen, ist auf eine Art und Weise etwas ganz Simples und Einfaches. Man braucht nur sich, seine Beine und dann noch ein paar Kilo Ausrüstung und doch liegt genau in diesem "bei-sich-sein" so viel dahinter. Und gerade das, was dahinter liegt gestaltest du so interessant, humorvoll und spannend (so dass man sogar schon auf den österreichischen Akzent neidisch wird!).

Unter Anderem hat mich das auch dazu inspiriert im September selber zum ersten Mal zu pilgern, was ich kaum abwarten kann.

Also letztendlich kann ich nur sagen, ich finde sau cool was du machst und ich hoffe du hast noch auf deiner weiteren Reise viel Spaß und sammelst tolle Erfahrungen!

Liebe Grüße,

Lena Sch.

Ich freue mich über solche lieben Zeilen natürlich irrsinnig, dennoch bin ich jedes Mal auf´s Neue überrascht, weil ich ja eigentlich nur das tue, das mir der liebe Augustinus von Hippo mit folgendem Zitat geraten hat: "Liebe und tu, was du willst!" Das tue ich seit dem erfolgreichen Abbruch auf der Universität zumeist. Mein Glück war ein Tinnitus nach einer ergiebigen Partynacht, der mir eins am Weg mitgegeben hat: "Ernstl, es ist Zeit auf dich selbst zu hören!" So hab´ ich dann entschlossen einen anderen Weg einzuschlagen, woraufhin es sich ergeben hat beim Haager Theatersommer zu arbeiten und dann hat das alles seinen Lauf genommen, Zufälle sich ergeben und der Wille stets inspirierende Orte und Menschen aufzusuchen, die ähnliche Interessen, Talente oder ähnliche Vögel haben bzw. mit seiner Lebenszeit nicht schlampig umzugehen.

So. Soweit ein kurzer Einblick aus meinem Leben. Detailliert könnt ihr´s in meinem Buch "Mein Leben ist eine Pilgerreise - zu Fuß nach Marrakesch" nachlesen.

Das Spiegelei von Markus Hofer - Galerie Gmünd

Ich werde nun Gmünd etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Bis dahin eine feine Zeit,

Ernst

PS.: Schade, dass ich morgen schon wieder weiterziehen muss - sowohl das Haus des Staunens, als auch die Stadtturmgalerie und die Galerie Gmünd kann ich wärmstens empfehlen.

20. Juni - Etappe 11

Gmünd

Seeboden

Heute war der Uranus im Neptun oder, das kann auch sein, der Kakadu mit dem Wassermann im Clinch, weil mein Sternzeichen, der Steinbock, war energetisch irritiert durch berufliche und private G´schichtln, dann waren da auch noch morgendliche Fußschmerzen, aus mysteriösen Gründen der Akku des iPhones viel zu rasch alle, keine Alpe Adria Trail Zeichen mehr, weil ich mich verirrt habe,… ja, da hat sich ein innerliches Unwetter zusammengebraut - bis zu jenem Zeitpunkt, an dem ich an einem Waldrand einen wild gepackten Koffer mit Klamotten gesehen habe. Ob der Koffer tatsächlich einer Flüchtlingsfamilie gehört, weiß ich nicht, aber ich habe zumindest an die zehntausenden Flüchtlinge, die vor dem Krieg zu Fuß nach Österreich geflüchtet sind, denken müssen. - Tja, da hat mir, dem privilegierten Ernst aus Österreich, der nichts dazu beigetragen hat in diesem wunderschönen und sicheren Land geboren worden zu sein, die Fantasie einen Streich gespielt. - Aber dem nicht genug. Ihr müsst wissen, dass ich sehr gern meine Trinkflasche in meiner rechten Hand am Henkel halte, hin und her schwinge und dann kann´s schon mal vorkommen, dass sie an meinen rechten Oberschenkel knallt und einen „GONG“ hinterlässt, der mich an Thích Nhất Hạnhs Ratschlag erinnert: „Bei jedem Läuten der Glocken oder Gongen sollst du einmal tief ein- & ausatmen.“ Klarerweise habe ich dies nach dem „Koffer- Meet & Greet“ unbeabsichtigt getan, mich an dies erinnert und besonnen. Spätestens nach dem dritten Aufguss beim Moserhof in Seeboden, war der Ärger über diverse Lappalien verflogen…

Tipp des Tages

Wenn ich auf etwas schwöre, dann auf Saunieren bzw. einen anschließenden Kaltwasser- Guss - insbesondere nach dem Wandern. Doch auf ein paar Aspekte sollte man schon achtgeben: Man nehme einen sogenannten Kneipp- Schlauch aka 2- 3 Meter Gummischlauch zur Hand. Lässt kaltes Wasser zuerst von der rechten Außenseite des Fußes hinauf zum Popsch fließen, dann kommt die Innenseite dran. Anschließend linke Flanke des linken Fußes bis zum Gluteus Maximus, dann die Innenseite. Wiederholen Sie denselben Prozess bei den Händen bis zur Schulter (immer rechts beginnen), anschließend Rumpf bzw. zum Abschluss kommt Ihr gesamter Luxuskörper zu diesem Genuss.

CROWDFUNDING

Neben den G´schichten von meinen Fußmärschen gibt´s vegane, vegetarische & fleischliche Köstlichkeiten im intimen Rahmen inklusive "Bubbles & Kraut". Sie werden sich nun fragen: "Wer ist "Bubbles & Kraut" um Himmelswillen?" - FAIRmentation und Kimchi – damit wollen die beiden Köche Alex und Jo eine Gemeinschaft von Food Lovers gründen und gleichzeitig der Essensverschwendung an den Kragen gehen. Gut so!
Mehr Infos gefällig? -> KLICK

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21. Juni - Etappe 12

Seeboden

Millstätter Alpe - Alexanderhütte (Insidertipp!!!)

Was war denn das schon wieder für ein herrlicher Tag?! Von Seeboden am Millstätter See bis zu Uschi‘s und Franzl‘s Alexanderhütte Kaiserwetter. Kein Wolkenfetzerl in Sicht. Diesen Abschnitt sollten Sie sich als Freund der Wanderei nicht entgehen lassen - Biodiversität soweit das Auge reicht. ABER! Diese Blütenpracht muss man sich hart erarbeiten- immerhin warten knackige 1500hm + 21km auf einem.

Zwei sportliche Aschbacher (Nachbarsortschaft meiner „Wurzelgemeinde“) haben heute ihr Trail- Leben gestartet. Doch wo ein Neustart, da ein Ende. Meine lieben deutschen Freunde werden wehmütig die Abreise antreten. Macht‘s gut, ihr lieben Lieben! Kommt‘s gut nachhause! Und keine Angst, über die Geschichten, die ihr mir anvertraut habt - zB den brennenden Kessel wegen dem Wildschweinfett, die Versuche mit dem Gartenschlauch Trompete zu spielen, etc. werde ich für mich behalten! Großes Alpe Adria Trail Ehrenwort! - Spaß bei Seite!

Ich wünsch euch eine feine Heimreise! Ich werde euch ein wenig vermissen, aber ich nehme an meine wässrigen Augen haben dies verraten!?

Alles Liebe,

Ernst

"A Kaiserschmarren a day keeps the doctor away" - Ernst Merkinger

22. Juni - Etappe 13

Millstätter Alpe

Döbriach

Heute war ich mit Sepp und Sepp unterwegs - kein Scherz! Beide aus meiner Heimatregion, dem Mostviertl, genauer „geschrieben“ aus Aschbach, beide Ex- Polizisten und mittlerweile passionierte Pensionisten, die seit 2 Jahrzehnten österreichische Weitwanderstrecken im Duo oder manchmal mit ihren Companions abklappern oder besser gesagt: unsicher machen. Bis zum Ossiachersee werden wir uns bestimmt das eine oder andere mal begegnen und die Mostviertler „Schmäh-Schatzkisten“ auspacken. Doch was am Alpe Adria Trail passiert, bleibt unter den Alpe Adria Trail Wanderern. Wir halten uns alle an diesen sogenannten AAT-Codex. Überraschenderweise kannte ich die zwei Polizisten gar nicht - wird doch gemunkelt, dass ich bei der einen oder anderen Fahrt mit Papa‘s Auto den einen oder anderen Polizisten besser kennenlernen „durfte/musste“ - wie auch immer... gut, dass die Gefahr beim Gehen geblitzt zu werden, nicht besteht.

Ganz im Gegenteil - hier wird gebummelt...weit-gebummelt.

Der Weg der Liebe, mehrere Gipfelkreuze und ein Panorama wie wir’s von kitschigen „Österreich von oben“ FilmProduktionen kennen, standen heute am Programm, insofern war die Vorfreude auf diese Tour besonders groß. So groß, dass ich gestern früh ins Bett und der erste beim Frühstückstisch war. Eine zünftige Frühstücksjausn auf der Alexanderhütte (alles Bio & Produkte aus eigenem Hause) hat meine Batterien und Stimmung, trotz leichten Regens und frischen Temperaturen, auf Hochtouren gebracht. Diese Etappe von der „Xandlhüttn“ nach Döbriach empfehle ich den Gipfelstürmern unter uns - immerhin kann man sich im vorbeigehen bei mind. fünf „Gipfelkreuz- Bücher“ eintragen, auch den Naturliebhabern empfehle ich diese Gegend - hier gibt’s Arnika- Blumen wie Sand am Meer -, für Gourmets hab´ich einen spezial Tipp - der Kaiserschmarren von der Uschi der Alexanderhütte- muss auf ihrer To-Eat- Liste stehen - und die Tierliehaber kommen auch nicht zu kurz - wunderschöne Großpferde laufen mit Kühen hier rum, wenn man Glück hat sieht man einen Steinbock oder eine Gams vorbeihuschen. Murmeltier- Begegnungen sind garantiert!

So! Feierabend für heute! Es gäbe soviel über die einzelnen Etappen zu erzählen, aber da müsste ich jeden zweiten Tag einen Pausentag einlegen und außerdem bekomm‘ ich heute noch hohen Besuch aus Wien.

Online Welt aus! Soziales Leben ein!

Bis bald oder wie Thomas Brezina (Weltbekannter Kinderbuchautor aus Wien) zu sagen pflegt: „Bleibt auf der Spur!“

Alles Liebe,

Ernst

23. Juni - Etappe 14

Döbriach

Langalmtal

24. Juni - Etappe 15

Langalmtal

Falkert Haus

25. Juni - Etappe 16

Lärchenhütte

Bad Kleinkirchheim

26. Juni - Etappe 17

Bad Kleinkirchheim

Arriach

27. Juni - Etappe 18

Arriach

Gerlitzen

28. Juni - Etappe 19

Gerlitzen

Ossiach

29. Juni - Etappe 20

Ossiach

Velden

30. Juni - Etappe 21

Velden

Faaker See

1. Juli - Etappe 22

Faaker See

Kranjska Gora

2. Juli - Etappe 23

Kranjska Gora

Trenta

3. Juli - Etappe 24

Trenta

Bovec

4. Juli - Etappe 25

Bovec

Dreznica

5. Juli - Etappe 26

Dreznica

Tolmin

6. Juli - Etappe 27

Tolmin

Tribil di Sopra

7. Juli - Etappe 28

Tribil di Sopra

Cividale

8. Juli - Etappe 29

Cividale

Breg bei Golo Brdo

9. Juli - Etappe 30

Breg bei Golo Brdo

Smartno

10. Juli - Etappe 31

Smartno

Cormons

11. Juli - Etappe 32

Cormons

Gradisca d’Isonzo

12. Juli - Etappe 33

Gradisca d’Isonzo

Duino

13. Juli - Etappe 34

Duino

Prosecco

14. Juli - Etappe 35

Prosecco

Lipica

15. Juli - Etappe 36

Lipica

San Dorligo dellaValle

16. Juli - Etappe 37

San Dorligo dellaValle

Muggia

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