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Einer meiner absoluten Lieblingsfirmen.

· Mein Leben danach

Heute gibt’s mal den etwas anderen Beitrag. Einen Beitrag nicht über Yoga, Meditation oder Pilgern, sondern über ein gesellschaftliches Problem, das mich schon seit Jahren beschäftigt und über eine Firma, die ich schon seit längere Zeit bewundere und ebenso lange unterstützten wollte. Tja und heute ist es Zeit. Diese Firma heißt „unverschwendet“. Und diese Firma, geleitet von Andreas und Cornelia Diesenreiter, hat Lösungsansätze, um einem riesigen gesellschaftlichen Problem mit Herz und Hirn entgegenzuwirken. Grund genug diesen beiden zumindest eine kleine Bühne auf meinen Kanälen anzubieten.

Tauchen Sie mit mir ein in die Welt des „Mülls“

Waren Sie schon einmal „CONTAINERN“? Haben Sie gewusst, wie viel Tonnen Obst und Gemüse jährlich weggeschmissen werden?

Ich gib´s zu. Ich war zirka 10 Mal „CONTAINERN“ (Gemäß österreichischem Recht stellt dies prinzipiell ja keine Straftat dar, da Müll als herrenlose/damenlose Sache gilt, wenn keine Sachbeschädigung, wie etwa durch Aufbrechen von Schlössern, verübt wird). Weil ich der Realität in die Augen sehen wollte, weil ich wissen wollte, wie deppad die Menschheit manchmal wirklich ist, bin ich mit Profis in die Welt des Containerns eingetaucht. - Oh, pardon! Sie wissen gar nicht, was das überhaupt ist? Nun ja, CONTAINERN, auch Mülltauchen oder Dumpster Diving genannt, bezeichnet die Mitnahme weggeworfener Lebensmittel aus Abfallcontainern. Zumeist werden Lebensmittel wegen abgelaufenem Mindeshaltbarkeitsdaten, Druck- und Gammelstellen oder als Überschuss weggeworfen. Viele dieser Lebensmittel wären jedoch ohne wesentlichen Geschmacks- und Qualitätseinbußen immer noch genießbar. Sie können sich nicht, oder vielleicht wollen Sie sich auch nicht, vorstellen wie viel in den Supermärkten oder Zuhause weggeschmissen wird. Ich sag´s Ihnen trotzdem: Basierend auf den Fakten von „We feed the world“, bewusstkaufen.at und diepressse.at – Nein, nicht die tagespresse.at - will ich „DREI CRAZY FACTS“ mit Ihnen teilen. Lassen Sie sich dies bitte „auf der Zunge zergehen“:

96.000 TONNEN (!!!), also 96 MILLIONEN KILOGRAMM genießbare Lebensmittel landen in den Abfalleimern Österreichs. Bei bewussterem Umgang mit Lebensmitteln könnten pro Haushalt jährlich ca. 300,- € eingespart werden. Mit 300 Euro könnten Sie 600 Mal am Linzer Bahnhof die Toilette verwenden oder 150 Leberkäs- Pepi- Wurstsemmerl kaufen.

Pro Tag werden in Wien gleich viel Brot entsorgt wie Graz verbraucht.

475 Kilogramm Müll wirft jeder EU- Bürger jährlich weg, darunter 123 Kilogramm Essen.

Ein Bekannter von mir gibt kein Geld für Nahrungsmittel mehr aus, weil er sich dank der Wegwerfgesellschaft zur Gänze ernähren kann. Ich bewundere ihn, weil, so ehrlich muss ich sein, mir jedes Mal geekelt hat vor dem eindringlichen Geruch, der aus den Containern seine Spuren in meinen Geruchsknospen hinterlässt und mir zumeist bis zum Waschprozess, Kochen und finalen Essen und darüber hinaus nicht weichen wollte. Ja, ich bin kein geborener CONTAINER - Typ, aber ich kaufe ab und an Mal Lebensmittel, die wie Michael Niavarani nicht perfekt sind, aber dennoch sympathisch, bestelle beim Wirten eine kleine Portion und esse immer (Ich schwöre!) zusammen oder ergreife Möglichkeiten, bevor ich auf Urlaub fahr, indem ich meinen Kühlschrank ausräume, in den Siebenstern- Café Kühlschrank stelle, der die Möglichkeit bietet, dass Menschen mit finanziellen Engpässen zu ur- leiwanden Produkten kommen oder bestelle eben bei unverschwendet.at Gaumenfreuden und schenke zu Weihnachten sinnvolles. Es ist quasi jeden Tag für mich „Wahltag“. Und ich will ja nicht nur was gscheit´s essen, sondern auch was g´scheits wählen.

Aber was macht diese Firma namens „unverschwendet“ nun um Himmelswillen überhaupt?

Bevor das Obst und Gemüse in den Supermarkt kommt, wird mal gecheckt, ob die Größen der Norm entsprechen (Ich wusste es! Es kommt eben doch auf die Größe drauf an!), ob´s Apferl eh ned unförmig ist oder wenn Reifezyklen von Obst und Gemüse den Bauern gerade überfordern, usw. - ja, dann kommen Cornelia und Andreas Diesenreiter ins Spiel. Das Geschwisterpaar verhindert, dass diese Produkte direkt im Container landen. In den meisten Lebensmittelläden finden Sie die „Austria´s - next- Topware“ vor und nicht einen Erdäpfel, der förmlich einem Herz ähnelt – außer der Erntehelfer ist ein Romantiker und nimmt sich ein Herz.

Herz und Hirn hat das Team rund um unverschwendet. Cornelia und mein Ex-Nachbar Andreas haben sich im Frühjahr 2016 unternehmerische Ziele gesteckt. Die Beiden + Team verwandeln aus verrunzelten, zu kleinem oder zu großem Gemüse oder Obst köstliche Produkte wie Marmelade, Sirup, Chutney, Sauce, Ketchup, ... und glaubt mir eins: Die Dinger sind wirklich verdammt gut! Man schmeckt die Leidenschaft, die da drinsteckt, die Sinnhaftigkeit und die Menschlichkeit.

Weil´s um mehr geht ...

Dieser Beitrag ist übrigens unbezahlt! Weil A) Andi mein Ex- Nachbar ist und B) diese Firma dem Allgemeinwohl dient und da geht’s mehr als nur um Geld, da geht’s um die Zukunft einer besseren, sozialeren, nachhaltigeren Welt. Unternehmen wie diese gehören, genauso wie Yoga-Lehrer/innen, Sozialarbeiter/innen oder Künstler/innen, unterstützt, weil die menschlichen Qualitäten dadurch wieder in Erinnerung gerufen werden und die „Ansteckungsgefahr“, bei sich selbst mehr Menschlichkeit zuzulassen, unausweichlich ist.

  Für mehr Infos: unverschwendet.at
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