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Meditation und Yoga – meine Basis für meine Pilgerreisen

· Mein Leben danach

Wie ich zur Meditation kam

Hochmut tut selten gut und so kam es bei meinem ersten Schulskikurs in der dritten Klasse des Gymnasiums in Großarl zu einem schweren Skiunfall. Ich bin ich mit einem ziemlichen „Hodan“ (Hodan kommt aus dem Mostviertlerischen und bedeutet auf Deutsch: hohe Geschwindigkeit), um meiner damaligen ersten Freundin Tanja zu imponieren, über einen großen Kicker gesprungen und hatte laut Ärzte a fette Maßn (Riesen Glück), dass ich an jenem Tag ausnahmsweise keinen Skihelm auf hatte, weil ansonsten würde ich heute im Rollstuhl sitzen oder vielleicht sogar nicht mal mehr in die Tasten tippen. Durch das knallharte Landen am Rücken und die schwere Gehirnerschütterung habe ich zwei Tage im Krankenhaus fast ausschließlich mit Schlafen verbracht. Infusionen und Tabletten haben meinen Schmerz gestillt, aber dafür mein Immunsystem ziemlich durcheinander gebracht. Allergien (Birke, Erle, Gräser, Pollen, HC-Strache, etc.) und Migräne (Sehausfälle und Kotzen inklusive) waren daraufhin über Jahre meine treuen Wegbegleiter. Doch dank der Empfehlung meiner Taufpatin (Physiotherapeutin) habe ich die Kunst der Meditation immer wieder praktiziert - vorm Schlafen gehen, beim Zug fahren oder in der Kirche.

Durch die Meditation hat sich meine Beziehung zu meiner Innenwelt verstärkt – der Umgang wird ein anderer, wird achtsamer, ehrlicher und liebevoller. Insofern bin ich heute dankbar, dass ich damals durch die Erschütterung bzw. durch meine Taufpatin auf die Meditation kam und durch die Meditation sensibler wurde, achtsamer und meinem Wesen mehr am Grund gegangen bin.

Mit 14 Jahren hatte ich einst den Traum, mit Zen- Buddhisten zu meditieren und so bin ich über den Benediktinermönch Br. David Steindl-Rast auf Puregg gestoßen. Das Haus der Stille am Hochkönig/Salzburg. In einer gut versteckten Almhütte, die zu einem wunderschönen Zendo umgebaut wurde, habe ich mit Managern, Sozialarbeitern, Lehrern und „woschechten“ Buddhisten meditiert, gearbeitet und philosophiert.

Doch insbesondere eine weise Seele hat´s mir an diesem Ort angetan - der Japaner Hiro. Er bezeichnet sein Leben als eine Pilgerreise. Er gab mir ständig wertvolle Inputs für mein Leben. Unter anderem kann ich mich an einen Abend erinnern, bei dem er einen frisch geschiedenen Vater zum Gespräch einlud und auch mich, damit ich von jener Konversation lernen kann. Schnell stellte sich heraus, dass Peter sich schwer tat loszulassen von seiner einst so glücklichen Partnerschaft und der Tatsache, dass er betrogen wurde. Hiro hat ihm zugehört bis Peter nichts mehr zu sagen hatte und anschließend mitfühlend geantwortet: „ Du wirst nie vergessen, was sie dir angetan hat, aber du kannst ihr verzeihen. Und wenn du dich im Mitgefühl übst, dann wirst du wieder deinen Frieden finden, den du hier in der Meditation suchst. Suche ihn aber nicht! Lass ihn kommen.“

Am nächsten Morgen sind wir gemeinsam schweigend auf den Hochkönig gewandert und haben die glasklare Luft bewusst ein- und ausgeatmet. Es war ein Genuss!!! Nach dieser drei Stunden Wanderung sind wir endlich am Gipfel heil angekommen, haben Tee und mitgebrachte Snacks konsumiert. Doch dem nicht genug – fragt mich Hiro, ob ich mit ihm gemeinsam hinunterlaufen möchte. Ich stimmte auf Grund der wiedergekehrten Energie zu, doch mit fortschreitender Zeit wurde er immer schneller und schneller, nahm Abkürzungen oder Irrwege. Als ich ihn dann schließlich zur Rede stellte, ob er denn ein Rennen mit mir machen wolle, konterte er gelassen: „Nein, ich will dir nur zeigen, dass jeder im Leben seinen eigenen Weg gehen soll und dies in seinem eigenen Tempo.“

Wie Yoga und ich Freund wurden

Meine Tante wohnt auf Hawaii, genauer gesagt Maui, und nachdem sie wöchentlich im Meer mit Schildkröten oder Walen schnorchelt, in der nächstgelegenen Ortschaft Yoga praktiziert und bei Oprah Winfreys Thomson Road spazieren geht, habe ich mich bei meinen zwei Besuchen im Paradies immer wieder bei ihren wöchentlichen Ritualen angeschlossen. Damals dachte ich mir, dass Yoga nichts permanentes für mich sei, dennoch haben mich die langzeit- Yogis fasziniert – welch strahlende Gelassenheit sie zumeist ausstrahlten.

Aber dies hat ganze 7 Jahre gebraucht, dass ich final im Februar diesen Jahres mit „Yogaritis“infiziert wurde. Bei diversen Interviews wurde ich immer wieder gefragt, wie ich mich konditionell auf die mehrmonatige Pilgerreise vorbereitet habe. Meine Antwort: „Ich bin kein einziges Mal vorher Wandern oder Laufen gegangen, aber dafür bin ich regelmäßig in Wiener Yogastudios gepilgert bzw. habe ich mich für eine Woche bei einem Yoga- Retreat in Spanien (Malaga) auf meinen Fußmarsch mental und physisch vorbereitet. Yoga ist für mich der perfekte Ausgleich zum intensiven Alltag - ich praktiziere Yin-, Ashtanga-, Vinyasa- Yoga... und der Geist klärt sich wie von selbst, wie trübes Wasser in einem Glas und obendrein wird der Hintern so knackig wie eine Walnussschale, die Organe werden durch die tiefe Atmung massiert und meine Lungenflügel sind überrascht über die Spannweiten.

Während des Fußmarsches vom Wiener Kutschkermarkt zu André Hellers Anima Garten habe ich maximal zehn Yoga- Einheiten aufgesucht, weil mein Körper zu geschlaucht war und ich stattdessen meinen Geist für Meditation genützt habe.

Bereits vor meiner Rückkehr war klar, dass ich als „Neuer Selbstständiger“ in der Bubble von Social Media Rituale, fixe Termine unter der Woche brauche, die mich verwurzeln, die mir helfen das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren, um mein Wesen auch versuchend zur Gänze zu leben. Und so habe ich Montag/Mittwoch/Freitag oder manchmal auch jeden Tag zuhause oder in den Yogastudios meinen Körper, Geist und mein Seelenleben versuchend in Einklang gebracht. Bis dato kann ich sagen: Mission erfolgreich.

Da ich eine „gscheite“ Yogakleidung gebrauch hab´, habe ich mich mit greenyogashop.com kurzgeschlossen. Nachhaltigkeit und Wertebewusstsein verbindet das Gedankengut dieses Partners mit meinem und deswegen war es mir umso mehr eine Freude, dass diese Kooperation zustande gekommen ist. Yogamatten, Yogazubehör oder Yogakleidung, Meditationskissen oder Yoga Leggins – die Damen und Herren von greenyogashop.com achten auf einen schonenden Umgang mit Ressourcen, eine nachhaltige Produktionsweise und die Verwendung ökologischer und recycelbarer Materialien. Kurz und knapp gesagt: Sie versuchen „enkeltauglich“ zu wirtschaften.

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