Return to site

Unterwegs in Niederösterreich

· In Between

Jeder, der mich besser kennt, weiß, dass ich in einem kleinen, aber charmanten Dorf namens Weistrach, im Herzen des Mostviertels, aufgewachsen bin. Auch wenn ich mittlerweile in Wien mein Zelt aufgeschlagen habe, werde ich meine Wurzelheimat stets aufsuchen. Immerhin hat mir dort mein Opa das Imkern beigebracht, haben meine Eltern das erste Passivhaus Niederösterreichs gebaut und somit eine Oase der nachhaltigen Erholung für die Nachfahren geschaffen, und, und, und… und umso größer ist die Vorfreude und Ehre Platzl´n Niederösterreich´s kennenzulernen, die teilweise mir und wahrscheinlich auch euch bis dato nicht bekannt waren. Doch das wird sich die nächsten Monate ändern. Ich will ja nicht zu viel verraten, aber eins sei gesagt: Es wird für jeden was dabei sein - sowohl für die Bergfexe, die Kunstbegeisterten, die Genussspechte, die Gartler, …

"ABENTEUER NUMMER DREI"

Langlaufen mit Haubenkoch Michael Kolm im Bezirk Zwettl

Genauer gesagt hat es mich dieses Mal nach Arbesbach verschlagen. Arbesbach mag mit 1638 Einwohnern und knapp 50 % bewaldeter Fläche vielleicht ein kleines Dörfchen sein, doch was es zu bieten hat, ist wahrlich bemerkenswert. Vom Besuch des „Bärenwaldes“ bis hin zu einem Kochkurs mit Spitzenkoch Michael Kolm, von der Möglichkeit sich auf der Langlaufloipe vom Alltagsstress eine Auszeit zu nehmen bis hin zu einem Theaterbesuch, von einer exklusiven Übernachtung in einer der Lodges zum „Roon“ (ruhen+room= Kreation vom Küchenchef selbst) und, und, und… aber alles der Reihe nach!

Um 8:30 bin ich in Wien aufgebrochen und nach 1h 30min Autofahrt in Arbesbach beim „Bärenhof“ angekommen. Dort werde ich von Michael freudestrahlend empfangen: „Ziag da a Sportgwand an, mei Freind! Wir zwa Hübschen hom heit ein dichtes Program vor uns!“ Zügig trage ich meinen Koffer samt Rucksack in die Lodge des „Bärenhofs“, wo ich heute eine Nacht verbringen darf, zieh mir meine Sportbekleidung an, und los geht´s!

Bevor wir auf ca. 900 - 1.000m Seehöhe losstarten, „schnapsen“ wir beide uns aus, welche wir von den 3 bis 15 km Loipen angehen - ergo, ob wir wirklich „Langlaufen“ oder doch nur „Kurzlaufen“ sollen. Final haben uns dann für Langlaufen entschieden. - Dank des Kaiserwetters - sogar der Ötscher war zu sehen -, den spannenden Persönlichkeiten & Anekdoten aus der Gegend - die FM4 Protest Song- Gewinner 2015 sind tatsächlich aus der Nähe von Arbesbach - und einiger Zufälle - Michael ist ein Fan vom Birnensekt meiner Family - verfliegt die Zeit im Nu. Hier lässt’s sich in der frisch gespurten Loipe mit Michael richtig gut Langlaufen, die abwechslungsreiche Landschaft und die herrliche Waldluft tragen ihriges dazu bei.

Nach einer knackigen Langlauf - Session geht’s ab zum „Bärenwald“, um „Bär Vinzenz“ und seine sechs Bären-Freundinnen & Freunde, die sich zurzeit in Winterruhe befinden, zu besuchen. - Ja, Sie haben richtig gelesen, in der Ortschaft Arbesbach mag wohl sprichwörtlich der Bär steppen. Im „Bärenwald“ hat dies allerdings - dank dem Bärenhof & den 4 Pfoten - für Erich, Miri, Emma, Burma, Jerry, Tom & Vinzenz endlich ein Ende gefunden. Die 7 Bären aus Zirkus, Zoo und Privathaltung bekommen dort nämlich einen möglichst naturnahen Unterschlupf.

Und zu guter Letzt hatte ich die Ehre mit Michael und sieben weiteren Kochkurs- Besucherinnen/Besuchern die Kochlöffel zu schwingen, um folgendes Menü auf den Tisch zu zaubern:

Menü

Tartare vom geräucherten Waldviertler Karpfen

mit Apfel und Roter Rübe

***

Eräpfelcremesuppe mit gebackenem Blunznknöderl

***

2erleri vom Mühlviertler Almox Steak und Ochsenschleppravioli

mit Selleriecreme und Schupfnudeln

***

Waldviertler Mohnnudeln mit Moosbeeren

Für den passionierten Koch, gradn Michl bzw. für das Fernsehen gemachten Mann, hat die Region, wie auf seiner Homepage nachzulesen ist, immer Vorrang. Was nicht bedeutet, dass die Ferne tabu wäre. Der Geschmack des Waldviertels und die Leidenschaft zum Kochen sieht, riecht und schmeckt man in seinen Speisen mit all seinen Sinnen… und dank diesem Kochkurs bekommt man eine Ahnung, wie dies funktionieren könnte. Die eine Haube bzw. die zwei „A la cart“- Sterne sprechen für sich!

Nach der Langlaufsession und dem vorzüglichen Essen tat ich’s den Bären gleich - ich nahm ein Schläfchen. Mit dem gravierenden Unterschied, dass ich mich in eine der drei exklusiven Lodges begeben durfte. Quasi einen Kochlöffel vom „Bärenhof“ entfernt hab ich das Glück mit Ausblick ins Waldviertler Umland zu nächtigen - WLAN inklusive! Zum Glück! Denn ansonsten könnte ich Ihnen, liebe Leserinnen und Lesern, diese „Frohbotschaft“ nicht vermitteln, wie „bärig“ es hier in Arbesbach ist!

Auf ins Waldviertel! Auf nach Arbesbach!

"ABENTEUER NUMMER ZWEI - Schneeschuhwandern mit Bella & Bernd auf der RAX"

Wie ich die ersten Schritte auf der Rax gehe, muss ich an den Tag zurückdenken, wie ich mit einem Freund eine unserer ersten gemeinsamen Skitour gegangen bin. Statt sich auf die Stille der Natur einzulassen, ist er mit seinem iPhone verkabelt und lauscht Musik. Über 15 Minuten stapfe ich hinter ihm nach und überlege, wie ich ihm am besten (mit „am Besten“ impliziere ich für mich „geistreich“ gepaart mit einer großen Portion Humor) die in Ohrenschmalz gebetteten „Ohrwaschlstöpsel“ entwenden kann oder noch besser: Er sich FREIWILLIG auf diesen Luxus „Stille“ einlässt. Nachdem Plan A - ihm mit meinen Skistöcken das Kabel aus seinen Ohren (lat. auris) zu reißen, mir als nicht charmant, kreativ und v.a. humorvoll genug erscheint und ein Anruf per Telefon am schlechten Empfang scheitert, kommt mir just DIE Idee:

Panisch rufe ich: „Christoph! Christoph! Heast as ned?“ Unsere Augen treffen sich. Christoph reißt sich seine Kopfhörer grob aus seinem linken, dann aus seinem rechten Ohr. Kurz schweigt er, dann antwortet er dezent hysterisch: „Was? Was soi i hearn?“ „Na horch hoit amoi genauer hin!“ Nach 10 Sekunden zuckt er ahnungslos mit seinen Achseln und setzt einen leicht verstörten Blick auf: „Na, was jetzt? Was soll i hearn?“ „Die Stille der Natur“, sage ich und versuche mit einem Schmunzeln an ihm vorbeizugehen, woraufhin er mich umstößt und ich aber sanft in der 40 cm Pulverschneedecke aus der letzten Nacht lande. Erheitert gehen wir weiter Richtung Gipfelkreuz - ohne „Ohrwaschlverkabelung“ versteht sich!

Die Frage, ob „Ohrwaschlverkabelung“ ja oder nein, stellt sich für mich heute überhaupt nicht, da ich mit meinem persönlichen Schneeschuhwander-Guide Bernd & seiner Hündin Bella in einer Grönland ähnlichen Landschaft, namens Rax (2.007m), unterwegs bin. Genau das Richtige für mich, nachdem sich der eine oder andere Fettpolster von dem einen oder andern Weihnachtskeks rund um meine Hüften gemütlich gemacht hat. Bernd Scharfegger ist übrigens DER Mann, der die Gegend rund um die Königin der Wiener Alpen so gut wie kein anderer kennt. Wie ein Dirigent schwingt er mit seinem Zeigefinger in der Luft herum und zeigt von einem Gipfel auf den nächsten: „Das ist da Schneeberg und durt hintn würdest sogar den Neusiedlersee sehen, wenn denn schönes Wetter wär. Und durt obn is unsre Hittn.“ Die Ottohaus Schutzhütte, wenn man´s genau nimmt. Dort angekommen stoßen wir auf Sami, der eifrig am Freischaufeln seiner Terrasse ist. „Damit die Gäste morgen Kaiserschmarrn, Käsespätzle, Kaspressknödel und v.a.m. - inklusive Blick ins Tal - genießen können, deshalb tu ich mir die Arbeit an.“

Für Bernd, Bella und mich ist heute bei der Ottohaus Aussichtswarte Schluss, da der Wind uns einen Strich durch die Rechnung macht. „Was soll’s,“ sag ich zu Bernd „dann gibt’s wenigstens den Kaiserschmarrn um einen Tick früher!“ Und so ist es dann auch geschehen. Schweinsbratl mit Sauerkraut und Hirschragout mit Knödl und zum krönenden Abschluss Kaiserschmarrn für Bernd, Bella und mich. Nach der „Schonkost“ für uns drei, geht´s mit der Rax-Seilbahn ab ins Tal und dann mit „Taxifahrer“ Bernd bzw. „Beifahrerin Bella“ zum Riegelhof.

Beim "hin & weg- Betrieb" Riegelhof treffen wir einen freudestrahlenden Andreas Herzog an. Nein, nicht den Fußballer! Eine andere gute Seele. Sie wussten das bestimmt, dass der Riegelhof der Sommersitz der Familie Doderer war?! Ich nämlich nicht. Heimito von Doderer hat hier wesentliche Teile der Strudlhofstiege geschrieben. Über 100 Jahre war das Haus für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Doch seit geraumer Zeit ist es in den Sommermonaten möglich, diesen „Ort der Muße“, der immer noch wie zu seinen Zeiten aussieht, nicht nur zu entdecken, sondern darin auch zu einem wirklich fairen Preis zu nächtigen. Mehr Infos finden Sie unter: www.riegelhof.com

So! Das war’s auch schon wieder von mir! Ich bedanke mich herzlich bei Bernd, Bella & Andreas, dass ich eine weitere wunderschöne Facette Niederösterreichs kennenlernen durfte… und was für eine! - Heimat bist du schöner Platzerl!

PS.: Ich bin ein irrsinniger Fan von Carsharing und Zugfahren gleichermaßen. Dieses Mal hab ich mich allerdings für den Zug als Verkehrsmittel entschieden, weil A) ist´s billiger, B) will ich meinen Co2 Fußabdruck nicht schon in den ersten Wochen des neuen Jahres vergrößern & C) die Anreise von Wien zur Rax-Seilbahn ist super chillig.

Kosten Hin&Retour: 21,60€ (inklusive Vorteilscard) vs. 99€ + 43,5€ (24 h Package + 200 km inklusive)

+ 60km Co2 eingespart

"ABENTEUER NUMMER EINS - Morgenskifahren im Skigebiet Göstling-Hochkar"

Als „oida“ Mostviertler und mittlerweile NEO-Wiener ist es mir natürlich eine besondere Freude, dass ich das Erste der 12 Abenteuer der nächsten Monate in meinem heiligen Land - dem Mostviertel - erleben darf. Genauer gesagt am Hochkar in Göstling. An dem Ort, an dem ich unzählige Male Skifahren war und Skitouren mit meinen Cousins gegangen bin.

Doch dieses Mal ist’s ein bisserl anders. Dieses Mal geht’s zeitiger los - um Punkt 7 Uhr genau genommen. Zuerst mit Tee beim Joschi Sporthaus, dann mit dem feinen Tee in der Blase schaukelt man mit dem Sessellift dem Sonnenaufgang entgegen, ringsum der noch unberührte Schnee auf den Bäumen und Latschen ruhend.

Guga Hö“ (mostviertlerisch: „hellwach“) heißt das Angebot, das für Morgensportler/Morgenmenschen, wie mich, maßgeschneidert ist. Bei der Bergstation auf 1760m angekommen wärmen sich ein paar Freunde des Berg- & Morgensports bzw. ich mit dem Ex-ÖSV-Skirennläufer Andreas Buder auf. Während wir die Durchblutung durch Armkreisen, Yoga-Übungen und "Neymar"- Spielchen (zur Erklärung: Neymar ist ein berühmter Spitzenfußballer, der bekannt ist für seine Schwalben) fördern, spielen sich im Hintergrund wunderschöne Morgenrot-Lichtspielchen ab.

Doch dann geht's los. Begeistert schmeiß ich mich in meine Skier und "tauch" mit meinen Armen kräftig an. Spätestens beim dritten Schwung konnte ich mich nicht mehr zurückhalten und musste vor Begeisterung einen kleinen Juchaza loslassen, weil´s nun tatsächlich ein maßgeschneidertes Paket für mich gibt. - Ja, wirklich! Schon als Kind war ich immer derjenige im Familien-Klan, der um spätestens 6 Uhr an der Bettkante der Eltern stand und so lange nervig war bis sich die Häupter der Eltern aus dem Bett begaben, damit da Rotzbua ja der Erste sein konnte, um auf den frischpräparierten Pisten seine Carving-Schwünge zu ziehen. - Eins sei allerdings zu meiner Verteidigung gesagt: Spätestens zu jenem Zeitpunkt waren auch meine Eltern aka Morgenmuffel „guga hö“ und happy.

Um ca. 9 Uhr - ich muss gestehen, dass ich erst um 9:50 Uhr angetanzt bin - gab´s ein großzügiges Buffet mit feinen Mostviertler Schmankerln beim Joschi Berghaus... und nicht zu vergessen: einen delikaten Topfen- Kaiserschmarrn mit Marillenmarmelade.

Nochmals kurz für euch zusammengefasst: Das „Guga hö“-Paket inkludiert einen Begrüßungssnack, Tee, Skifahren mit Skiguide auf den frischpräparierten Pisten, danach einen Hüttenbrunch mit regionalen Mostviertler Schmankerl (u.a. - ich wiederhole - einen feinen Topfen-Kaiserschmarrn) plus einen Tagesskipass. Das Paket kostet pro Person 99 Euro und bietet sich für ein Last-Minute-Weihnachtsgeschenk an.

Diese Beiträge sind in Zusammenarbeit mit Niederösterreich Werbung.

All Posts
×

Almost done…

We just sent you an email. Please click the link in the email to confirm your subscription!

OKSubscriptions powered by Strikingly